Ralph Rückert
Tierarzt und Blogger
Römerstraße 71
89077 Ulm
Telefon: 0731/382766
Notrufnummer:

0171/744 92 46

Fernberatung

Durch die weite Verbreitung mancher meiner Blog-Artikel erhalte ich inzwischen pro Monat zig Nachrichten und Anrufe von Tierbesitzern, die nicht Patienten meiner Praxis sind und die mich um Rat zu medizinischen Problemen ihrer Vierbeiner bitten. Häufig sind Fernbeurteilungen oder gar Ferndiagnosen unmöglich, unethisch und unprofessionell.

Immer wieder aber gibt es Fälle, in denen ich helfen kann und helfen möchte. Es ist allerdings deutlich zu viel geworden, um es noch neben der täglichen Arbeit erledigen zu können. Deshalb treffe ich für solche Anfragen eine Regelung, die in dieser Form natürlich nicht für unsere „echten“ Kunden gilt.

Wenn Sie als Leser(in) meiner Blogartikel oder unserer Facebook-Seite eine medizinische Frage an mich richten wollen, dann rufen Sie bitte nicht in der Praxis an und schon gar nicht unter meiner Notrufnummer, sondern schreiben mir eine E-Mail.

In dieser Mail sollten Ihr voller Name, Ihre Anschrift, Ihr Geburtsdatum (aus juristischen Gründen, sorry!) und Ihre Telefonnummer aufgeführt sein. Sind diese Angaben vorhanden, gehe ich davon aus, dass Sie diesen Text gelesen und meine Bedingungen akzeptiert haben.

Je nach Sachlage wird Ihre Frage dann per Mail oder per Telefonanruf möglichst schnell beantwortet. Da ich aber fast nur am Wochenende zum Bearbeiten meiner Mails komme, kann das durchaus mehrere Tage dauern. Beachten Sie diesbezüglich bitte auch, dass sogar wir ab und zu Urlaub machen, was zu noch längeren Verzögerungen führen kann.

Die Beratung wird Ihnen entsprechend des Zeitaufwands für das Lesen Ihrer Nachricht bzw. Ihrer Unterlagen und die Beantwortung per Mail oder Telefon berechnet, wobei 50 Euro (plus Mehrwertsteuer!) die Mindest- und 100 Euro (plus Mehrwertsteuer!) die Maximalgebühr darstellen. Sich aus der Erstberatung ergebende Folgeberatungen müssen natürlich ebenfalls berechnet werden. Sind die Unterlagen zu einem Fall so umfangreich oder kompliziert, dass die zu berechnende Gebühr 100 Euro übersteigen würde, wird das zuvor mit Ihnen abgesprochen.

Nachrichten ohne die erwähnten Angaben können nicht beantwortet werden!

Was jetzt kommt, mag Ihnen unhöflich oder sogar ruppig vorkommen, aber ich habe inzwischen leider Erfahrungen mit ein paar Schlaumeiern machen müssen, die nach Einholen meines Rats meinten, sich nachträglich um die Bezahlung drücken zu können, weil meine Meinung in Aussage oder Ausführlichkeit nicht ihren Erwartungen entsprach. Es ist halt leider wie so häufig heutzutage: Wegen ein paar wenigen Querschlägern ist man gezwungen, eine so eindeutige Sprache zu pflegen, dass es schon fast weh tut.

Also: Mit der Mindestgebühr von 50 Euro (plus Mehrwertsteuer) ist abgegolten, dass Ihre Anfrage mir überhaupt vorgelegt wird, dass ich sie lese, mich gedanklich mit ihr auseinandersetze und dann telefonisch oder per Mail eine Antwort gebe. Diese Antwort kann auch mal nur aus dem Ratschlag zur Konsultation bestimmter Spezialisten bestehen oder aus einer knapp gehaltenen Einschätzung des Falles. Die Wertigkeit eines Ratschlags bemisst sich in meinen Augen nicht an dessen Wortreichtum. Sie erwerben mit der Beratungsgebühr also auf gar keinen Fall einen wie auch immer gearteten Anspruch darauf, dass ich Ihnen genau die Antwort gebe, die Sie sich vielleicht vorgestellt haben.

Und ja, das soll durchaus abschreckend wirken und diejenigen rausfiltern, die ernsthaft und dringend meinen Rat suchen und nicht nur mal schnell für lau eine zweite Meinung haben wollen, die sie dann ihrem eigenen Tierarzt unter die Nase reiben können. Es tut mir leid, ich habe zwar - wie die meisten Menschen in medizinischen Berufen - das sogenannte Helfersyndrom, aber nur mittelgradig ausgeprägt. Ich möchte also zwar helfen, wo ich kann, aber sicher nicht umsonst und auf keinen Fall bis zur Selbstaufgabe. Und ich will meinen Patienten ein guter Tierarzt bleiben! Wenn ich nur noch vor dem PC sitze und Anfragen beantworte, statt im echten Leben meine Patienten zu versorgen, werde ich das nicht schaffen.

Vor einiger Zeit hat jemand diese Bedingungen mit dem Begriff "Abzockerei" bezeichnet. Das ist natürlich falsch, denn es handelt sich ganz schlicht und ergreifend um ein Angebot, das Sie annehmen können oder nicht. Der aus einer Beratung per Mail entstehende Arbeitsaufwand ist so beträchtlich, dass diese Beträge in meinen Augen mehr als gerechtfertigt sind. Erscheinen sie Ihnen aber als zu hoch, lassen Sie sich bitte einfach von jemandem beraten, der diese Leistung billiger anbietet. Ich bin Ihnen in diesem Fall ganz sicher nicht böse!

Bleiben Sie uns gewogen, bis bald, Ihr
Ralph Rückert