Ralph Rückert
Tierarzt und Blogger
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Ein leicht vermeidbares Ärgernis: Der eingesaute Hund in der Tierarztpraxis

05.04.2021

Von Ralph Rückert, Tierarzt, und Johanne Bernick, Tierärztin


So wie auf dem Foto bitte, bitte nicht! Ich bin in einem anderen Artikel vor Jahren mal ganz nebenbei und kurz auf dieses Thema eingegangen, möchte es aber nochmal ansprechen: Es ist für uns ein echtes (und wirklich völlig unnötiges!) Ärgernis, wenn Sie uns zur Untersuchung oder gar für einen Eingriff in Narkose einen Hund präsentieren, der völlig verdreckt ist.


Weder Sie noch Ihr Tier müssen für einen Tierarztbesuch wie aus dem Ei gepellt sein. Aber bitte: Es ist weder sinnvoll, noch nett, wenn Sie in direktem Anschluss an einen ausgiebigen Spaziergang über regengepeitschte Äcker mit völlig verschlammten Gummistiefeln und einem bis zu den Ohrspitzen eingesauten Hund ins Wartezimmer gestolpert kommen. Das führt nämlich regelmäßig dazu, dass wir nach Ihrem Besuch erst mal vom Eingang bis zum Sprechzimmer alles durchwischen und oftmals auch noch unsere Kleidung wechseln müssen, um sowohl die Räumlichkeiten als auch uns wieder präsentabel zu machen.

Bild zur Neuigkeit

Davon abgesehen ist es für uns annähernd unmöglich, an einem derartig verschmutzten Hund akzeptable hygienische Verhältnisse für einen sauberen chirurgischen Eingriff herzustellen. Schlamm im Fell macht die (teuren) Scherköpfe unserer Rasiermaschinen stumpf oder kaputt. Das Handling eines narkotisierten Patienten, dem der Dreck buchstäblich aus dem Fell rieselt, ist einfach eine echte Zumutung. Wenn der Dreck dann - was oft genug der Fall ist - auch noch stinkt, haben wir so richtig Freude!


Wie oben schon angedeutet, ist das - außer in Notfällen natürlich - ein sehr leicht vermeidbares Problem: Man kann sich seinen Hund doch am Tag vor dem Termin einfach mal kurz anschauen, bei Bedarf baden und dann bis zum Termin eine erneute Verschmutzung vermeiden, oder? Das wäre übrigens nicht nur in unserem und im Interesse des Hundes, sondern auch in Ihrem als Besitzer:in. Haben wir nämlich mit einem eingesauten Hund einen wie auch immer gearteten Mehraufwand, macht sich dieser selbstverständlich in der Rechnung bemerkbar. Muss nicht sein, finden wir!


Bleiben Sie uns gewogen, bis bald,


Ihr Ralph Rückert, Ihre Johanne Bernick


© Kleintierpraxis Ralph Rückert, Römerstraße 71, 89077 Ulm


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